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Zeitschrift für Meditation, Kreativität und Heilung 
  seit 1999 | Auflage: 17.000 | kostenlos | zweimonatl. | Vertrieb: Sachsen+Thüringen+Sachsen-Anh.+Brandenburg | Auslage & Abo  
   
   April/Mai 2018
   
Editorial der Printausgabe
 
   

  

Liebe Leser,
  
in Zeiten, wo nur die wenigsten das Wort Gott oder göttlich im Alltag benutzen und noch dazu in einer Region mit DDR-Geschichte und damit atheistischer Prägung, mutet der aktuelle Titel wohl etwas verwegen an. Aber Sie haben trotzdem oder gerade deshalb zugegriffen und lesen jetzt dieses Vorwort zu vie len Beiträgen, die sich damit beschäftigen, wie wir unsere göttliche Natur im Alltag leben können. Was hat Sie dazu bewogen?

Das Wort Gott ist durch die Religionen geprägt – und verbunden sind damit unendlich viele Vorstellungen, innere Bilder, Gefühle, die in jedem sowohl individuell durch das eigene Aufwachsen gefärbt sind, als auch kollektiv. Es fällt schon gar nicht mehr bewusst auf, so stark ist unsere Kultur über die Jahrhunderte von religiösen Inhalten geprägt worden. Neu hinzugekommen sind für einige vielleicht noch Vorstellungen aus der spirituellen Szene.

Wenn wir also zu wissen meinen, wer/was Gott ist, dann sind es v.a. diese Prägungen, die unsere Vorstellung bestimmen. Doch auch wenn wir dabei mit noch so vielen Menschen übereinstimmen und über Erlebnisse von anderen erzählen können – es bleibt eine Vorstellung, eine Theorie, reiner Glauben, solange wir uns nicht auf die Suche machen, um das Göttliche selbst zu erfahren.

       

Gundula Zeitz
   
  

 
 


Gerade weil diese Wörter im allgemeinen Sprachgebrauch so verschieden belegt sind, haben einige, die diese Dimension des Seins erfahren haben, andere Begriffe verwendet. Und je nach individuellem Zugang und je nach Stärke und Weite der Verbindung mit Gott, mit dem Göttlichen, gibt es unendlich viele persönliche Beschreibungen dessen, wofür es keine Worte gibt. Das mag verwirrend sein – und doch kann man es in sich selbst spüren, wenn jemand aus echter, weit offener Verbundenheit über die Essenz spricht. Egal welche Worte – die innere Berührung zählt. Viele Menschen haben schon solche Momente tiefer Berührung, die sich vielleicht sogar grundlegend auf das weitere Leben ausgewirkt haben, erlebt. Und doch sind es meist kurze Momente geblieben und kein dauerhafter Zustand.

Die Erkenntnisse sind manchmal nur als Wissen hängengeblieben, aber werden nicht im Alltag gelebt. Wie wir dies mehr in unser tägliches Leben integrieren können bzw. wie wir dies vielleicht überhaupt erst einmal in großer Tiefe wahrnehmen und dann ausweiten können, dazu geben Ihnen die Beiträge in dieser Ausgabe viele interessante Einblicke. Und die vorgestellten Angebote können Sie dabei unterstützen, innere Blockaden aufzulösen, um Ihre göttliche Natur deutlicher spüren zu können, oder einfach, um den göttlichen Fluss bei interessanten Seminaren und Veranstaltungen genießen zu können.

  
Mit herzlichen Grüßen
Gundula Zeitz

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